Der Flugverkehr der Niki Luftfahrt GmbH ist seit dem 14. Dezember 2017 eingestellt.

Kunden, die eine Flugverspätung, Flugausfall oder einen verpassten Anschlussflug hatten und ein rechtmäßigen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung gemäß der EU-Verordnung haben, erhalten keine Kompensationszahlung durch Niki. Dies ist insolvenzrechtlich ausgeschlossen. Betroffenen Passagiere haben jedoch die Möglichkeit die Forderung auf Ausgleichszahlung nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Niki Luftfahrt GmbH anzumelden. Betroffenen Passagiere erhalten ein Gläubigerrundschreiben, sofern sie die Kompensationsforderung bereits bei der Schuldnerin angemeldet haben.

Eine erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen ist jedoch aussichtslos. Die Insolvenzmasse reicht nicht einmal zur Rückzahlung des an Air Berlin gewehrten staatlichen Rettungskredites in Höhe von 150 Millionen Euro. Flugpassagiere sind in der Liste der Gläubiger leider stets hinten angesiedelt.

Leider sind die Airlines aktuell nicht verpflichtet Vorauszahlungen (in Milliardenhöhe) der Kunden abzusichern. Angesichts vieler Airline Pleiten und im Sinne des Verbraucherschutzes fordert Advocair strengere gesetzliche Vorgaben. Die Misswirtschaft der Airlines auf Kosten der Bürger sollte endlich Grenzen gesetzt werden.

Aufgrund der Situation nehmen wir keine Fälle bezüglich der Niki Luftfahrt GmbH mehr an. Eine Durchsetzung der Forderung durch unsere Vertragsanwälte würde lediglich Kosten für den Kunden verursachen.